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Monaco 2008
Was für ein Wochenende. Auch wenn es kein gutes Ende gab, ich liebe Monaco und ich werde alles dafür tun, in Monaco weiter erfolgreich zu sein. Aber ich fange erst einmal von vorne an.
Als ich am Dienstag in Monaco ankam und die Wetter Prognosen für das Wochenende hörte, war ich mit den Aussichten sehr zufrieden. Nur bei schwierigen Bedingungen können wir mit unserem Auto für Überraschungen sorgen. Und Monaco im Regen ist schwierig, dass kann ich Euch sagen. Das ich in Monaco gut zu Recht komme, konnte ich in der F3, wo ich den Rundenrekord vor Lewis Hamilton halte, und im letzten Jahr im freien Training, als ich schnellster war, ganz gut unter Beweis stellen.
Am Donnerstag gab es erstmal eine richtig gute Party auf der Indian Empress, dem Schiff von Vijay Mallya, unserem Teambesitzer. Fürst Albert gab sich die Ehre, Lance Armstrong und Kate Hudson waren auch da. Leider musste ich recht früh ins Bett….. aber es wurde mir erzählt, dass die Letzten um 05.30h das Schiff verlassen haben.
Für das Wochenende hatte ich ein wirklich gutes Gefühl. Bestätigt wurde es am Samstag morgen durch meinen achten Platz im Training. Die Hoffung im Qualifying ins Q2 zu kommen wurden leider sehr schnell begraben, aber ich konnte meinen Teamkollegen, Giancarlo Fisichella, der als sehr starker Monaco Fahrer gilt, besiegen. Das war mein Ziel. Ich hoffe das wird in Zukunft häufiger so sein, dass ich die Nase vorn habe.
Als Sonntag früh mein erster Blick aus dem Hotelfenster auf die nassen Strassen von Monte Carlo fiel, wusste ich, dass Überraschungen in der Luft liegen. Bei Regen ist in Monaco alles möglich. Meine Strategie war es mich am Anfang möglichst aus allem raus zu halten und die ersten Runden unbeschadet zu überstehen. Das Wetter sah sehr wechselhaft aus, was ich besonders mag.
Ich hatte einen guten Start und kam recht schnell in einen guten Rhythmus. Bedingt durch Unfälle, Boxenstops und einer guten Performance machte ich einen Platz nach dem anderen gut. Als ich dann auf P 4 liegend von meinen Team die Info über Funk bekam: „Kovalainen is ahead of you, your not racing him, your overlapping Kovalainen“… war es als ob ich träume. Webber, Räikkönnen hinter mir, nur Massa, Kubica und Lewis vor mir… daran kann man sich gewöhnen.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Sorge, dass es nicht klappen könnte und auch als kurz vor Schluss eine weitere Safety Car Phase kam, war ich nicht besorgt. Auch wenn es sehr schade war das die 20 Sekunden Vorsprung die ich auf Kimi raus gefahren hatte, mit einem Mal weg waren, wusste ich das er mich nur packen kann wenn ich einen Fehler mache und das hatte ich nicht vor. Ich konnte beim erneuten Start den vor mir fahrenden Hamilton, Kubica und Massa gut folgen und hatte Kimi hinter mir im Spiegel. Da nur die Ideallinie trocken war, wusste ich es gibt keine Chance für ihn solange ich meine Linie fahre. Leider hatte Kimi seine Bremsen wohl nicht auf Temperatur als wir nach dem Tunnel die Schikane anbremsten. Zu allem Übel kam er wohl auch noch auf die Bodenwelle, verlor sein Auto und traf mich im Heck. Der Stoss riss mich aus allen Träumen. Erst hatte ich Hoffnung, dass nichts großes kaputt ist, aber nach 100 Metern wusste ich das es vorbei ist. Es war zum Heulen, wir waren so nahe dran an einem vierten Platz in Monaco. Das ganze Team hätte es verdient gehabt, ich hätte es auch verdient. Doch erneut konnten wir den Lohn unserer Arbeit nicht in Empfang nehmen. Kimi bin ich nicht böse, es war keine Absicht, es war einfach Schicksal. Es war ein Rennunfall, er hat sich entschuldigt. Damit ist das Thema abgeschlossen, auch wenn es brutal weh tut und das ganze Team maßlos enttäuscht ist.
In 14 Tagen sind wir in Montreal und werden es erneut versuchen. Ob wir dieses Jahr noch mal so eine Chance bekommen, weiß ich nicht. Aber jammern und zurück schauen hilft nicht. Aufstehen und weiter kämpfen ist die Devise. Mir hat das Rennen sehr viel Spaß gemacht, bis ich aus meinem Traum gerissen wurde. Es ist unglaublich wie viele aufmunternde Nachrichten ich von Fans und Freunden erhalten habe. Das hilft wirklich. Sämtliche F1 Teamchefs und Journalisten haben mir zu meinem Rennen gratuliert und versucht mich zu trösten. Für mich war es der Start in eine bisher schwierige Saison. Ich werde weiter pushen und versuchen das maximale aus mir und dem Auto rauszuholen. Mal sehen was Montreal bringt.
Vielen dank für Eure Unterstützung, Bis bald
Euer
Adrian

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